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Berufsorientierung der besonderen Art

17.12.2018

Neuntklässler der GWRS Aichhalden präsentieren die Ergebnisse ihrer SyPerB-Projekte

 

SyPerB – das ist mehr als nur ein Praktikum. Eine Woche lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 an einem Projekt in sieben verschiedenen Betrieben bzw. Einrichtungen. Mit den Präsentationen der Ergebnisse und der Verleihung der Urkunden am Dienstagmittag des 11. Dezembers fand das Projekt SyPerB einen erfolgreichen Abschluss.

 

Das Projekt wurde zum wiederholten Mal mit der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg durchgeführt.

Zu Beginn begrüßte Schulleiter Josef Rack die Bildungspartner. Ihnen galt auch ein besonderer Dank, da die intensive Berufsvorbereitung ohne die Betriebe weder sinnvoll noch möglich wäre. Der Rektor wies außerdem auf ein Zitat der Ministerin Eisenmann der vergangenen Woche hin, in der sie sich zu einem klaren „Ja zur Werkrealschule“ bekannte und auf viele Rückschulungen anderer Schularten aufmerksam machte.

 

Die Schülerinnen und Schüler präsentierten in Gruppen ihre einzelnen Projekte und reflektierten ihre Praktikumswoche.

 

Zwei Schüler verbrachten ihre Praktikumswoche zwar auf dem Schulgelände, doch in gänzlich anderer Funktion als sonst: Sie durften am aktuellen Projekt „Schaffe, schaffe- Häusle baue‘“ in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein Aichhalden-Rötenberg weiterarbeiten. Hierbei zeigten sie einen Rückblick des bisherigen Hausbau-Projekts, mit dem die Schule 2018 den 2. Platz beim Würth-Bildungspreis erreichte. In ihrer SyPerB-Woche legten sie sowohl Strom- als auch Wasserleitungen, sodass im SMV-Haus auch eine kleine Küchenzeile eingebaut werden kann.

 

Bei der Firma Herzog /hGears in Schramberg-Sulgen durften die Schüler eine Woche mit Metall arbeiten. Sie stellten in ihrem Projekt einen Hubschrauber mit Solarzelle, die den Rotor antreibt, her.

 

Bei der Michelfelder Gruppe in Fluorn-Winzeln konnten die Schüler nach einer Woche ein fertiges Rennauto aus Metall mit eingebautem Motor präsentieren. Dieses konnten sie außerdem nach ihren Vorstellungen durch eine Gravur beschriften. In ihrer Präsentation bauten die Schüler zur Abwechslung auch ein Rätsel für die Zuschauer ein.

In der Firmengruppe Simon-Betek in Aichhalden wurde ein großes Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel hergestellt. In einem gelungenen Rollenspiel zeigten die drei Schüler den Zuschauern, wie ihre Praktikumswoche ungefähr ablief. Das Luftbild von Aichhalden auf dem Spielbrett sowie die bunt lackierten Spielfiguren aus LKW-Spikes präsentierten die Schüler zurecht mit Stolz.

 

Bei der Firmengruppe Kern-Liebers in Schramberg-Sulgen wurde unabgesprochen ebenfalls ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel hergestellt, allerdings in gänzlich anderer Größe und Form. Die Schüler zeigten, mit welchen Maschinen sie die Metallplatten bearbeitet haben und wie sie vorgegangen sind. Das Produkt ist ein kleines handliches Spiel in einem Beutel, das sich auch zum Mitnehmen gut eignet.

Eine Schülerin berichtete über ihre Praktikumswoche in der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn verbrachte. Sie erzählte von ihren vielfältigen Eindrücken in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung und zeigte mit ihrer Präsentation auch das Berufsfeld im sozialen Bereich auf.

 

Durch ihr einheitliches Poloshirt der Firma Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH zeigten die Schüler die Identifikation mit dem Betrieb nach nur einer Woche. Die Neuntklässler der, wie sie sich selbst nennen, SW-Gruppe präsentierten die Entstehung ihres Leuchtturms aus Metall mit eingebautem LED-Licht.

 

Nach vielen spannenden und eindrucksvollen Präsentationen ergriff Petra Fritz von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg das Wort und lobte die Schüler und Schülerinnen für ihre Leistungen. Sie betonte dabei, wie wichtig und hilfreich es sei, Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder zu erlangen und die Erfahrungen auch persönlich zu reflektieren.

Anschließend verlieh sie die Urkunden über sehr gute Praktikumsleistungen, die die Schüler und Schülerinnen gerne in Empfang nahmen. Der anschließende Stehempfang bot darüber hinaus noch Gelegenheit für Gespräche und genaues Betrachten der hergestellten Ergebnisse.

 

Foto: Vorstellung der Schülerarbeiten